Sonntag, 17. Dezember 2017
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Jugend

DVV-Sichtungswoche Jugendnationalmannschaft in Kienbaum: Samira Lawson Body von Bundestrainern für Nationalkader nominiert

Eine anstrengende und zugleich aufregende Woche erlebten Paulina Krämer (TV Quierschied) und Samira Lawson Body (TV Lebach) vom 16. bis 21. November im Bundesleistungszentrum in Kienbaum. Nachdem sich die zwei Mädels durch gute Leistungen beim Bundespokal in Konstanz bei den Bundestrainern ins Gespräch bringen konnten, durften die beiden zusammen mit Kadertrainer Matthias Pons zur zentralen Sichtungswoche des DVV reisen.

Insgesamt 61 Spielerinnen aus ganz Deutschland stellten sich den unterschiedlichen Herausforderungen beim Stationstraining, den athletischen und koordinativen Tests sowie Kleinfeldwettkämpfen, die Aufschluss über die Leistungsfähigkeit und das Potenzial der einzelnen Mädchen geben sollten. Die Sichtung wurde geleitet von den beiden Nachwuchs-Bundestrainern Silke Lüdike und Jens Tietböhl, die am Ende den 25er-Kader (duale Ausrichtung, Hallen- und Beachvolleyball) zu benennen hatten.

Beeindruckend zu sehen war dabei, wie viele enorm spielfähige Mädchen im Jahrgang 2000/2001 es deutschlandweit bereits gibt und dass der Großteil mit einer Körpergröße jenseits der 1,80 (und zum Teil 1,90+) auch über ein Gardemaß verfügt. Dass es in der Spitze des Jahrgangs bereits 13-/14-jährige Talente gibt, die schon Einsätze in der 2. Bundesliga nachweisen können, spricht für sich.

Beide saarländischen Mädels fügten sich nahtlos ein und zeigten ansprechende und engagierte Leistungen. Die 12-jährige Paulina aus Quierschied machte als jüngste aller Teilnehmerinnen einen tollen Job und präsentierte sich mit ihrer gewohnt guten Antizipation, enormer Beweglichkeit und großem Spieleinsatz. Für die 14-jährige Samira Lawson Body endete die Sichtungswoche mit einer Nominierung für den Bundeskader, sodass zum ersten Mal nach Julia Hero im Jahr 2006 eine Spielerin aus dem Saarland im Bundeskader vertreten ist.

Glückwunsch an Samira und ihren Heimatverein TV Lebach. Zudem gilt ein großer Dank auch Samiras Eltern, die ihre Tochter mit großem Aufwand unterstützen. Gratulieren darf man auch Paulina, die als jüngste Teilnehmerin eine großartige Leistung gezeigt hat und sich in Zukunft auch weiterhin empfehlen kann.

Volleyball-Bundespokal U15 weiblich: Saarland auf Platz 7 - Zwei Spielerinnen zur Sichtung der Jugendnationalmannschaft

Was für Vereinsmannschaften die Deutschen Meisterschaften sind, ist für Landesauswahlmannschaften der Bundespokal. Dementsprechend intensiv und gezielt fiel die Vorbereitung auf dieses Großereignis für die saarländischen Nachwuchsspieler aus. Ganze 12 Spiele absolvierte die weibliche Volleyball-Landesauswahl der Jahrgänge 2000/2001 innerhalb von zwei Wochen zur Vorbereitung auf ihren ersten Bundespokal-Auftritt in Konstanz am Bodensee. Die erfahrenen Teams aus der saarländischen Verbandsliga erwiesen sich dabei als adäquate Testspielgegner und die junge Mannschaft stand in vielen Spielen fast permanent unter Druck. Die Zielsetzung in der Vorbereitungsphase waren dabei nicht Ergebnisse, sondern die individuelle Weiterentwicklung der einzelnen Spielerinnen auf höherem Niveau sowie die Optimierung von Mannschaftstatik und Zusammenspiel, da man auf dem Bundespokal erfahrungsgemäß auf viele spielfähige und leistungsstarke Teams treffen sollte. Zur Abfahrt nach Konstanz am 16. Oktober musste das Team leider verletzungs- und krankheitsbedingt auf zwei Spielerinnen verzichten und so musste das Trainerteam auch in der potenziellen Startformation eine Änderung vornehmen.

Der Ausrichter USC Konstanz hatte in der idyllisch gelegenen Schänzlehalle für gute Bedingungen gesorgt und die saarländische Delegation fühlte sich sowohl in der Spielstätte als auch in der Pension auf der Insel Reichenau sehr willkommen und wohl.

Mit dem Ziel Platz 6 oder 7 zu erreichen startete das Team um Kapitän Tilly Michaely in die Auftaktpartie gegen Thüringen und begann zunächst nervös. Im ersten Satz machten ein paar Eigenfehler einen möglichen Erfolg gegen stabile und spielfähige Thüringer zunichte. Selbst eine Leistungssteigerung in Aufschlag und Annahme waren gegen den späteren Halbfinalisten leider nicht ausreichend, um einen Erfolg zu erzielen. Dennoch zeigten sich die Mädels phasenweise auf Augenhöhe und waren bei optimaler Spielweise in der Lage, auf ähnlichem Level mitzuspielen. Nach einem 0:2 galt es dann im abschließenden Gruppenspiel mit einem Sieg gegen die Nachbarn aus Rheinland-Pfalz zu punkten und den zweiten Gruppenplatz zu erreichen. Dies gelang mit großem Einsatz und viel Kampf in den langen Ballwechseln. Letztendlich konnte durch eine geringere Fehlerquote und einen besseren Spielaufbau ein toller Sieg erzielt und der zweite Platz in der Gruppe C belegt werden.

Der Samstagmorgen begann mit dem Überkreuzvergleich um den Einzug in die Runde der besten sechs Teams. Gegen das zum Teil recht groß gewachsene Team aus Württemberg wurde der erste Satz komplett verschlafen und man musste sich dem sehr guten Aufschlagspiel des Gegners beugen. Nach einer deutlichen Klatsche hätte wohl niemand in der Halle mehr mit einem Comebach der Saarländerinnen gerechnet. Doch mit druckvollem Aufschlag- und Angriffsspiel schafften es die SVV-Mädels den Gegner aus dem Konzept zu bringen und den Satzausgleich zu erzielen. Der Tie-Break sorgte dann für Hochspannung bis zum Schluss, als das Saarland zwar zwei Matchbälle der Württemberger Auswahl abwehren konnte, sich im schließlich aber einem sehr dominanten Angriff und einem scharfen Aufschlag geschlagen geben musste. Ein bitteres 14:16 sorgte zunächst für Enttäuschung bei den Mädchen, denen nicht viel Zeit blieb dies wegzustecken und sich weiterhin engagiert für den 7. Platz ins Zeug zu legen.

Gegen die Auswahl aus Nordbaden gelang es zunächst auch nicht, den Rhythmus zu halten und so agierte man im ersten Satz zu passiv und überließ dem Gegner die Initiativen. Nach dem Satzverlust zeigten die Mädels ihre Moral und einen enormen Siegeswillen, der auch bei unbeteiligten Zuschauern und Trainern für Aufsehen sorgte. Mit großem Einsatz in der Feldabwehr und einem starken Angriffsspiel wurde Nordbaden letztendlich mit 2:1 besiegt und man hatte es im abschließenden Spiel gegen Rheinland-Pfalz selbst in der Hand den 7. Platz zu erreichen. Im fünften Turnierspiel war einigen Spielerinnen der Kräfteverschleiß anzumerken und so lag man beim Stand von 5:15 im ersten Satz bereits aussichtslos zurück. Doch wie entfesselt und zur Überraschung des Trainerteams zündeten die Mädels den finalen Endspurt, zeigten eine grandiose Aufholjagd und sicherten sich zur Verwunderung aller Beteiligten den Satz noch mit 26:24. Rheinland-Pfalz sollte sich von dieser Enttäuschung nicht meh r erholen und musste dem Saarland erneut mit 2:0 den Vortritt lassen. Der 7. Platz und das Ziel waren somit erreicht und die Mannschaft feierte sich zusammen mit den mitgereisten Fans.

Bundestrainer Jens Tieböhl zeigte sich nach dem Turnier beeindruckt vom engagierten und kämpferischen Auftritt der saarländischen Mannschaft und lud zwei Spielerinnen zur Sichtung für die Jugendnationalmannschaft nach Kienbaum ein. Samira Lawson-Body (14 Jahre, TV Lebach, Außenangriff) und Paulina Krämer (12 Jahre, TV Quierschied, Diagonal) werden sich vom 17. bis 21. November unter 60 Teilnehmerinnen beweisen dürfen. Für den Saarländischen Volleyballverband ist es eine große Ehre, dass zum ersten Mal seit 8 Jahren wieder saarländische Spielerinnen zur Sichtung am Bundesleistungszentrum fahren werden. Gratulation an dieser Stelle auch an die beiden Heimatvereine sowie die Heimtrainer, ohne die dieser Erfolg nicht möglich wäre.

Der Kader in Konstanz: Jessica Breyer, Paulina Krämer, Michelle Halex (alle TV Quierschied), Samira Lawson-Body, Tilly Michaely, Lea Schmitt, Mira Weber (alle TV Lebach), Lena Reckstadt, Selina Cöster, Gina Lehnen (alle TV Holz), Carina Pfingstmann, Sandra Puhl (beide TV Saarwellingen), Matthias Pons (Trainer, TV Bliesen), Silke Tonner (Co-Trainerin, TV Holz), Niclas Kuntze (Co-Trainer, FSJ-Absolvent SVV), zudem im Kader: Elena Ewen, Jana Jochum (beide TV Lebach), Carlotta Kühne, Luisa Kirch (beide TV Holz)